US Führungskräfte sind bei Krypto-Adoption gemischt.

Kryptowährungen sind zu einem Schlüsselthema in ganz Washington geworden, da Amerikas Führer schnell aufwachen und sich der Realität ihres disruptiven Potenzials bewusst werden. Einzelpersonen aus verschiedenen Regierungszweigen wiegen bei der Entwicklung und Verabschiedung, und obwohl viele von ihnen Besorgnis oder Verachtung über die Verwendung von Blockchain-Ressourcen äußern, fehlt es auch eindeutig an einem Konsens über die zukünftige Politik und Regulierung. Diese Meinungsverschiedenheiten werden mit Sicherheit größer, wenn mehr Akteure in den Krypto-Raum involviert werden und mehr Menschen sich für die Technologie interessieren.

Die Anhörungen des Kongresses über Libra von Facebook waren von heftiger Kritik an dem Wunsch des Social Media Unternehmens, in den digitalen Währungsmarkt einzusteigen, geprägt. Mitglieder des Senatsbank-Ausschusses und des Haus-Finanzdienstleistungsausschusses äußerten ernste Bedenken in Bezug auf Fragen, die von der Privatsphäre bis hin zur Steuerhinterziehung reichen, falls die digitale Währung eine breite Anwendung findet. Bemerkenswert war jedoch die Tatsache, dass der Ausschuss bei weitem nicht mit den Veränderungen einverstanden war, die sich bald mit der Reife der Blockchain-Plattformen vollziehen werden. Die Hausmitglieder Brad Sherman und Maxine Waters waren sehr feindselig, aber ihre Kollegen Patrick McHenry und Tom Emmer waren viel offener. McHenry bezeichnete die Distributed-Ledger-Technologie als „unaufhaltsame Kraft“ und erklärte, dass „die Regierungen von Bitcoin aufgrund der Art der Technologie um Bitcoin herum sie nicht töten können. Das sollten sie auch nicht. Und man kann digitale Währungen nicht im Großen und Ganzen töten. Sie werden ausdauernd sein, sie werden stark sein. Das ist der neue Rahmen der nächsten Generation des Internets. Das ist klar.“

Emmer schloss sich dieser Einschätzung an und erklärte: „Bitcoin ist jetzt 10 Jahre alt. Und jetzt plötzlich, magisch, antwortet der Kongress. Mit anderen Worten, nach mehr als einem Jahrzehnt hat der Kongress anscheinend damit begonnen, sich zu kümmern. Ich bin froh, dass der Kongress nach all den Jahren endlich beschlossen hat, der Technologie Aufmerksamkeit zu schenken, die wieder, genau wie das Internet, die Art und Weise, wie wir alles in unserem Leben machen, umwerfen könnte.“

Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, hat, was nicht überraschend ist, Vorbehalte gegen Kryptowährungen geäußert, diese aber nicht entschieden verurteilt. In seiner Rede vor dem Senatsbankenausschuss bezeichnete er Bitcoin als „spekulativen Wertspeicher“ und schlug vor, dass Blockchain-Anlagen eines Tages Reservewährungen wie US-Dollar und Euro ersetzen könnten. Powell war sehr kritisch gegenüber Libra und schloss sich vielen der gleichen Bedenken an wie dem Großteil des Kongresses.

Donald Trump hat kein Geheimnis aus seiner Verachtung für alle Kryptowährungen und den Einzug von Facebook in den Raum gemacht. In einer Reihe von Tweets hat Trump erklärt, dass Bitcoin und Altcoins kein „echtes Geld“ sind und dass Libra „wenig Ansehen oder Zuverlässigkeit“ haben würde. Dennoch stimmen nicht alle Zahlen aus der Exekutive mit ihm überein. Trump’s Stabschef, Mick Mulvaney, ist ein starker Verfechter von Bitcoin. Im Jahr 2017, während er im Repräsentantenhaus diente, half er bei der Gründung des Congressional Blockchain Caucus. Mark Calabria, der als Chefökonom von Mike Pence tätig war und nun die Federal Housing Finance Agency leitet, ist auch ein unverblümter Verfechter von Blockchain-Anlagen.

>> Nasdaq plant Börseneinführung von Bitcoin Futures im Jahr 2019 . 

Die Botschaften aus Washington über den Stand der Blockchain-Akzeptanz spiegeln ein Umfeld wider, in dem die Führungskräfte eindeutig keine Ahnung haben, wie sie den bevorstehenden wirtschaftlichen Paradigmenwechsel angehen sollen. Es wurden zahlreiche Vergleiche zwischen Blockchain und der Musikindustrie angestellt, die 2001 ihr gesamtes Geschäftsmodell mit der Veröffentlichung von File-Sharing-Software obsolet gemacht hat. Jetzt sind es jedoch die Banken, die Federal Reserve und vielleicht gerade der Wert des Dollars, die unter Beschuss stehen. Es sind die Politiker der Nation, die auf den gleichen Sitzen sitzen wie ehemalige Musikmanager, die keinen Konsens darüber erzielen konnten, wie man mit einer existentiellen Bedrohung des Status quo umgeht.

Da sich immer mehr politische Stimmen zur Blockchain-Revolution äußern, ist davon auszugehen, dass die Spannungen hoch werden, wenn der Wandel auf sehr mächtige und wohlhabende Institutionen übertragen wird. Es wird weiterhin erhebliche Meinungsverschiedenheiten darüber geben, wie diese neue Technologie reguliert werden soll. Dennoch ist dieses Umfeld ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Massenadoption.

Von Trevor Smith

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.